Buchtipp

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Wer zuletzt lacht, lebt noch E-Mail


Petra A. Bauer
Wer zuletzt lacht, lebt noch
Ein Berlin-Krimi

240 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-89812-355-6

Die Ermittler der Mordkommission trauen ihren Augen nicht, als sie zum Tatort in der Berliner Nikolaikirche gerufen werden: In die Blutlache neben dem toten Schauspieler Christoph Bruckner hat jemand einen riesigen Smiley gezeichnet. Kurz darauf gibt es einen zweiten Smiley-Mord …

Die Autorin
Petra A. Bauer, geb. 1964, ist gebürtige Berlinerin und lebt dort mit ihrer Familie. Veröffentlichungen zum Thema Kinder und Familie, Belletristik und zuletzt einen Jugendroman.

 

 
Wenn es dunkel wird in Bismark E-Mail


 

Wolfgang Mai (Hg.)
Wenn es dunkel wird in Bismark
Kurzkrimis aus der Altmark

244 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-402-7

Die in diesem Band versammelten Krimigeschichten entstanden als Ergebnis eines Autorenwettbewerbs zum Altmärker Kriminalfestival. Sie werfen ein Licht in die finsteren Ecken und auf die kriminellen Machenschaften in der ansonsten eher friedlichen und beschaulichen Altmark. Und vor Mord wird hier keinesfalls zurückgeschreckt. Die Mittel und Täter sind dabei so verschieden wie die Opfer: vom toten Gärtner unterm Sargdeckel, dem Skelett im Keller, über den ermordeten Bruder bis hin zum hinterrücks mit einem Schwert erschlagenen Ritter wird nichts ausgelassen.

Endecken Sie zusammen mit den Autoren die dunklen Seiten der Altmark … Sie werden überrascht sein!

 

 
Tödliche Verse E-Mail


Markus Tilmanns
Tödliche Verse
Ein Weimar-Krimi

240 Seiten, Br.
ISBN 978-3-89812-396-9


Der Weimarer Kriminalkommissar staunt nicht schlecht, als er eines Morgens seine Zeitung aufschlägt, in der ein scheinbar quicklebendiger Johann Wolfgang von Goethe einen Mord ankündigt. Die Zeitung des Kommissars ist ein Unikat, doch der Mord geschieht tatsächlich, und schon bald kündigt ein weiteres Goethe-Gedicht den nächsten Mord an …

Der Autor
Markus Tillmanns, geboren 1975 in Nettetal, Studium der Germanistik und Philosophie. Mit Weimar verbinden den heutigen Lehrer nicht nur unzählige Recherche-Stunden in der Anna-Amalia-Bibliothek. Weitere Romane: »Das Daimonicon«, »Todgeweiht« und »Maraskengift«.

Leseprobe
Als er endlich den heimischen Vorgarten erreicht hatte, zog er einen scharfen Bogen und setzte den Wagen dann rückwärts in die Einfahrt. Er stürmte zur Wohnungstür hinein und direkt in die Küche. Die Zeitung lag noch immer an jener Stelle, wo er sie beim Frühstück hatte fallen lassen. Streit stützte sich mit beiden Armen links und rechts der Thüringer Allgemeinen schwer auf den Tisch und las noch einmal: 

Es war ein Kind, das wollte nie
Zur Kirche sich bequemen,
Und sonntags fand es stets ein Wie,
Den Weg ins Feld zu nehmen. 

Die Mutter sprach: »Die Glocke tönt,
Und so ist dir’s befohlen,
Und hast du dich nicht hingewöhnt,
Sie kommt und wird dich holen.« 

Das Kind, es denkt: die Glocke hängt
Da droben auf dem Stuhle.
Schon hat’s den Weg ins Feld gelenkt,
Als lief es aus der Schule. 

Die Glocke, Glocke tönt nicht mehr,
Die Mutter hat gefackelt.
Doch welch ein Schrecken! Hinterher
Die Glocke kommt gewackelt.

Sie wackelt schnell, man glaubt es kaum;
Das arme Kind im Schrecken,
Es läuft, es kommt als wie im Traum;
Die Glocke wird es decken. 

Der Kommissar grübelte. Eine Mutter, die ihrem Kind mit der Glocke droht, weil ... ja, warum eigentlich? Es war ein Kind, das wollte nie zur Kirche sich bequemen, sagten die ersten beiden Verse. War es das?
War der Scharnhorst-Junge ermordet worden, weil er sich weigerte, die Kirche zu besuchen?

 
Der Tote im Hafen E-Mail

 

Jan Kurz
Der Tote im Hafen
Ein Berlin-Krimi

240 Seiten, Br.
ISBN 978-3-89812-397-6


Im Berliner Osthafen findet die Polizei die Leiche eines Mannes. Kurz darauf bemerkt Erich Fischer, Leiter der Entwicklungsabteilung in einer IT-Firma, das Verschwinden seines Programmierers Igor. Mit seinem Freund Klaus versucht er auf eigene Faust herauszufinden, was passiert ist. Dann kommt die russische Mafia ins Spiel …

Der Autor
Jan Kurz, selbst eine Zeit lang Berliner, arbeitete für eine Investmentfirma in einem Büro in den Treptowers. Zuvor brachte er ein Studium und eine Dissertation glücklich zu Ende. »Der Tote im Hafen« ist sein literarisches Debüt.

 
Wie in Schigago E-Mail


Stefan B. Meyer
Wie in Schigago
Ein Dresden-Krimi

280 S., Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-474-4

Hans Staiger, alleinlebender Architekt und Spezialist für unauffälliges Beobachten, übernimmt gelegentlich Jobs als Hobby-Detektiv. Sein Auftrag, das Beschatten des Bauleiters Frank Kühn, führt ihn in das Milieu tschechischer Schwarzarbeiter und zu deren umtriebiger Chefin, die wohl auch einen Schlägertrupp beschäftigt. Als Staiger in Kühns Wohnung dessen Leiche findet, wird’s auch für ihn brenzlig …
Ein flotter Dresden-Krimi mit einem amüsanten Ermittler, der den Leser an einige bekannte und viele weniger bekannte Plätze führt.

Der Autor
Stefan B. Meyer, Jahrgang 1963, arbeitete selber bis 1987 als Baumonteur. Später folgten Tätigkeiten als Gerüstbauer, Zimmermann, Pizza-Fahrer und Hausmann. Inzwischen ist er Freiberufler und lebt mit Frau und Kindern in Leipzig. Dies ist sein erster Krimi.

Pressestimmen
„Der Staiger kommt ... gut an und hoffentlich recht bald wieder. Glückwunsch zu diesem Debüt.“
R. Rönsch, Sächsische Zeitung

„Meyer versteht es, in bester Krimimanier verblüffende Ereignisse und Wendungen gekonnt unterzubringen.“
Christine Bose, www.marktplatzeichsfeld.de (15.11.2007)

Leseprobe
„Sie war …“ Er suchte nach einem passenden Wort. „Unwirklich. Du siehst sie an, und kannst nicht glauben, was du siehst. Stell dir vor, du steigst im vierten Stock in einen Fahrstuhl ein, im dritten steigt Pamela Anderson zu, im zweiten steigt sie wieder aus, und wenn du unten angekommen bis, denkst du, du hattest eine Halluzination.“
„Solche Träume hatte ich auch schon“, sagte ich. „Damals, bei der Armee. Allerdings war der Fahrstuhl bei mir ein Haus, Pamela Anderson hieß Claudia Cardinale, ich war Charles Bronson und wie der Film hieß, hab ich vergessen.“
Er grinste. „Okay, okay, ich hör ja schon auf.“ Er rutschte auf seinem Stuhl herum, erhob sich aber noch nicht. Vielmehr legte er einen Unterarm auf die Tischplatte, beugte sich nach vorn und raunte: „Was ich sagen will, ist: Die Frauen standen auf Frank. Vielleicht hatte er auch mal was mit dieser Kralova? Hin und wieder schnappt man mal was auf, aber nichts Genaues weiß man nicht.“
„Eifersüchtig?“, warf ich ein.
Sein Gesicht zog sich zu einem Knoten zusammen. Jetzt stand er auf. „Das Interview ist zu Ende.“
…
Ich betrachtete die leere Streichholzschachtel, die Oskar Wild neben dem Aschenbecher liegen lassen hatte. Sie war aus dem Shakes’n’Beer. Die Welt ist klein, besonders hier in Dresden.

 
Schillers Schatten E-Mail


Schillers Schatten
Ein Magdeburg-Krimi
Christiane Dieckerhoff/Heinz-Werner Jezewski

ISBN 978-3-89812-548-2

Als Literaturagent Christoph Schiller Monas Exposé in Händen hält, weiß er, dass die Studentin nicht nur seinen Starautor ersetzen kann, sondern vielleicht auch seine Frau. Bevor Schiller mehr über Mona und den Millionenbetrug beim Bau des Magdeburger Stadions erfahren kann, wird er zusammengeschlagen und die schöne Autorin verschwindet. Die Suche nach ihr führt ihn in die Neonaziszene.
Das Problem: Schillers Hautfarbe. Er ist schwarz! Um Mona zu retten, muss er sich den Schatten seiner Vergangenheit stellen und Hilfe suchen: bei seinem Vater, der ihn und seine Mutter 1979 sitzenließ, und bei Pogwisch, einem alten MfS-Mann.
Kann Schiller ihnen trauen?

Autor
Christiane Dieckerhoff, geb. 1960 in Datteln, lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Heinz-Werner Jezewski, geb. 1958 in Duisburg, lebt als Schriftsteller in Flensburg.
Die Autoren haben sich über das Schreiben kennengelernt und bereits in anderen Genres veröffentlicht. Ihre Faszination für die (für sie) neuen Bundesländer führte sie nicht nur auf vielen Recherchereisen für dieses Buch in den Osten Deutschlands.

 
Lerchen und Löwen E-Mail

Stefan Haffner
Lerchen und Löwen
Ein historischer Leipzig-Krimi

240 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-395-2

Leipzig 1842. Als der Bauer Max Wiegand an einem Wintermorgen eine übel zugerichtete Leiche auf seinem Acker findet, flucht er aus vollem Hals – und ist entsetzt und glücklich zugleich, denn seine Reaktion ist die eines ganz normalen Mannes in einer ganz normalen Zeit auf einen Gott verdammt noch mal gar nicht normalen Anblick. Stefan Haffners Krimi beleuchtet mit viel Liebe zum Detail Leipzig nach der Völkerschlacht, taucht ein in die Abgründe und Hoffnungen jener Menschen, deren Kindheit vom Tod geprägt war und die nun an der Schwelle zu einer neuen Zeit stehen. Das Schicksal von Kommissar Martin Held, dem Barbier Gustav, dem stummen Straßenjungen Benjamin, Theodor Fontane oder der Hamburger Hure Lulu wird eins in einem Reigen, dessen Hauptdarsteller das historische Leipzig selbst ist, das vor den Augen des Lesers zu neuem Leben erwacht.

Der Autor
Stefan Haffner, geboren 1962 im Münsterland, lebt und arbeitet nach einigen Lehr- und Wanderjahren zwischen Sevilla und Stockholm seit 1994 in Leipzig. Die Begeisterung für seine Wahlheimat Leipzig findet ihren ersten literarischen Niederschlag in der Reihe der historischen Kriminalromane rund um den Leipziger Kommissar Martin Held.
Mehr Informationen zum Autoren unter: http://www.stefan-haffner.de/.

Leseprobe
Nur das, was er nun da vor sich liegen sah, passte so gar nicht in seine zufriedene Morgenstimmung.
Er war es gewöhnt, auf seinen Feldern Knochen zu finden, Schädel, Skelette, die sich teilweise noch in vermoderten Uniformen oder mit einer Waffe in der Hand hinter dem Pfluge aus der Furche stemmten, nur um dann gleich wieder in sich zusammenzufallen. An einigen Stellen wusste er sogar von Massengräbern, schließlich hatte er selbst sie als Kind mit ausgehoben und geholfen, Pferdekadaver und tote Soldaten hineinzuwälzen, ein Werk, an dem sich alle Bauern beteiligt hatten, Männer, Frauen und Kinder, bloß, dass man wieder Luft bekam nach dem Gestank von hunderttausend Toten. Und ehrlich gesagt hatten die Bauern damals auch so manchen, der noch nicht ganz tot war, tot gemacht, denn sie hassten die Soldateska, die ihnen die ganze Gegend verwüstet hatte in einer einzigen schrecklichen Woche.
Aber diese Leiche am Zaun, der die Raben schon das halbe Gesicht, angefangen mit den Augen, weggefressen hatten, die war ziemlich frisch. Als geübter Hausschlachter sah er, dass das braun geronnene Blut vor mindestens drei Stunden aus diesem Körper geflossen war und der Anblick weckte ein altes Grauen. Es waren Spuren von Menschen und Fuhrwerken hinter der Leiche zu erkennen. Das sah verdammt noch mal genau so aus wie 1813.
Der Mann lag in einer großen geronnenen Pfütze, die von einem Handteller groß aufgerissenen Loch aus seinem Unterbauch hervorgeströmt war und in der er, wie auf eine rot-braune Schärpe hingebettet, auf dem verschneiten Boden lag. Aber etwas war dieses Mal völlig anders.

 
Die Rückkehr der Wölfin E-Mail


Stefan Haffner
Die Rückkehr der Wölfin
Martin Helds zweiter Fall
Ein historischer Leipzig-Krimi

240 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-427-0

Frühjahrsmesse Leipzig, 1844: Martin Held und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, während der chaotischen Messezeit für Ordnung und Sicherheit in der Stadt zu sorgen. Da werden sie mit einem bestialischen Mord auf einer Hotelbaustelle konfrontiert. Ein Handwerker wird mit durchbissenem Nacken aufgefunden; das Gerücht vom »Werwolf von Leipzig« ist geboren. Kaum haben die Ermittler die Arbeit aufgenommen, wird eine zweite Leiche gefunden. Ausgerechnet ein Messegast ist der Bestie zum Opfer gefallen …

Der Autor
Stefan Haffner, geboren 1962 im Münsterland, lebt und arbeitet nach einigen Lehr- und Wanderjahren zwischen Sevilla und Stockholm seit 1994 in Leipzig. Die Begeisterung für seine Wahlheimat Leipzig findet ihren ersten literarischen Niederschlag in der Reihe der historischen Kriminalromane rund um den Leipziger Kommissar Martin Held.
Mehr Informationen zum Autoren unter: http://www.stefan-haffner.de/

Leseprobe
Kroll war wieder abgetaucht. „Sechsunddreißig Komma fünf!“, jubilierte er plötzlich, und sein Freundensschrei klang dumpf in den leeren Räumen. „Wir haben ihn tatsächlich nur knapp verpasst!“ Triumphierend hielt er das blutverschmierte Thermometer in die Höhe, und der Leichnam sackte keuchend in die Bauchlage zurück.
Jetzt starrte auch Martin Gottlieb ärgerlich an. Du machst es einem wirklich nicht leicht, dachte er. Mensch noch mal, Gottlieb.
Kroll ließ das Thermometer sinken und blickte in die Runde eingefrorener Gesichter. „Sechsunddreißig Komma fünf Grad“, wiederholte er noch einmal, bedeutend leiser jetzt. Die summende Stadt unterstrich das vorwurfsvolle Schweigen, das ihn umgab. „Er ist seit höchstens zwei Stunden tot, eher kürzer“, fügte Kroll hinzu. Die Freude war aus seiner Stimme verschwunden; er klang jetzt müde und ausgelaugt. Dann aber fing er den Blick der umstehenden Polizisten und des Jungen, der den Toten gefunden hatte, auf, die voller Entsetzen an ihm vorbei und auf die Leiche starrten. Als auch Martin es ihnen gleichtat, erstarrte er. Im Zurückrollen war das zum Hals hinaufgeschobene Hemd des Toten zurückgeglitten, und man sah nun den Nacken.
„Oh, mein Gott!“, keuchte Kroll.
Auch Martin und Bernhardt schluckten schwer, und Bernhardt ließ beinahe seinen Skizzenblock fallen.
„Schafft den Jungen weg!“, brüllte Martin. Doch der brauchte keine Aufforderung mehr, um sich zu entfernen. Nun bereute er wohl seine Neugierde, denn er drängte sich rempelnd durch die Umstehenden aus dem Sichtkreis der Laternen heraus und stürzte wie vom Teufel gejagt das Treppenhaus hinab. Martin konnte hören, wie er sich noch auf dem Weg ins untere Geschoss übergab. Bernhardts und Martins fassungslose Blicke trafen sich über dem Nacken des Opfers, der von einer klar markierten Reihe von Fangzähnen bis auf die Wirbelsäule hindurch zerbissen war. Weiß schimmerte der Knorpel der Gelenke aus der Wunde.
„Sehr schön! Die Todesursache wäre damit wohl geklärt“, stellte Kroll trocken fest.
Niemand widersprach ihm.

 
Blasenwurst und tote Oma E-Mail


Ruth Borcherding-Witzke/Silvija Hinzmann (Hg.)
Blasenwurst und tote Oma
16 kulinarische Kurzkrimis mit Rezepten aus Sachsen-Anhalt
TatortOst

232 S., Br
Preis: 9,90 Euro
ISBN 978-3-89812-603-8

Die Küche Sachsen-Anhalts besticht durch ihre Bodenständigkeit. Doch schon die Namen der Gerichte verraten, dass auch Abgründiges dahintersteckt. Richtig raffiniert wird es, wenn einheimische Autoren aus diesen Zutaten Kriminalgeschichten schreiben. Unter anderen in der Küchenkrimibrigade: Jürgen Jankofsky, André Schinkel, Simone Trieder, Torsten Olle sowie die ostdeutschen Satiriker und Kabarettisten Matthias Biskupek und Ulf Annel. In diesem vierten Band ostdeutscher Krimispezialitäten finden sich rätselhafte Verbrechen und hinterhältige Mordgespinste, abgerundet mit einem Schuss schwarzen Humors, angesiedelt zwischen Halle und Magdeburg, Harz und Altmark, Elbe, Saale und Unstrut.

Die Herausgeberinnen
Ruth Borcherding-Witzke, geb. 1959 in Hamburg, seit gut einem Dutzend Jahren lebt die studierte Juristin, Autorin und Herausgeberin mit ihrer Familie in Sachsenburg bei Chemnitz.
Silvija Hinzmann, geb. 1956 in Cakovec/Kroatien, kam als Kind nach Deutschland, als freie Übersetzerin und Dolmetscherin hat sie auch mit echten Kriminalfällen zu tun, Autorin zahlreicher Kurzkrimis, Mitautorin eines Kriminalromans sowie Herausgeberin von Anthologien.

 
Tödliches von Haff und Hering E-Mail


Ruth Borcherding-Witzke/Silvija Hinzmann (Hg.)
Tödliches von Haff und Hering
Küchen- und Kombüsenkrimis von der Ostseeküste

248 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-536-9

Man nehme die schöne Ostseeküste und das Verbrechen, würze das Ganze mit regionalen Spezialitäten, etwas Seemannsgarn nicht vergessen, und koche alles mit Hochspannung auf. Fertig sind die kulinarischen Kurzkrimis von der Ostseeküste!

Serviert werden diese raffiniert gewürzten Geschichten von der Waterkant, die ebenso köstlich wie tödlich sind, u.a. von der mehrfach für den Glauserpreis nominierte Schriftstellerin Beatrix Kramlovsky, den norddeutschen Autorinnen und Autoren Christiane Franke, Regine Kölpin, Philipp Bobrowski sowie den Satirikern und Kabarettisten Matthias Biskupek und Ulf Annel.
Alle Rezepte stammen vom Rostocker Fernsehkoch Günther Halle. Sie wurden von den tödlichen Gräten befreit und sind nicht nur in der norddeutschen Küche gefahrlos nachkochbar.

Die Herausgeberinnen
Ruth Borcherding-Witzke, geb. 1959 in Hamburg, seit gut einem Dutzend Jahren lebt die studierte Juristin, Autorin und Herausgeberin mit ihrer Familie in Sachsenburg bei Chemnitz.
Silvija Hinzmann, geb. 1956 in Cakovec/Kroatien, kam als Kind nach Deutschland, als freie Übersetzerin und Dolmetscherin hat sie auch mit echten Kriminalfällen zu tun, Autorin zahlreicher Kurzkrimis, Mitautorin eines Kriminalromans sowie Herausgeberin von Anthologien.

 
Mord zwischen Klüeß und Knölla, Hütes und Hebes E-Mail


Ruth Borcherding-Witzke/Silvija Hinzmann (Hg.)
Mord zwischen Klüeß und Knölla, Hütes und Hebes
Kulinarische Kurzkrimis aus Thüringen

224 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-425-6

So unterschiedlich wie die thüringischen Bezeichnungen für den Kartoffelkloß sind, so unterschiedlich sind auch die Geschichten dieses Buches. Doch eines ist allen gleich: ob spannend-humorvoll, historisch oder satirisch – immer dreht es sich um das Verbrechen, garniert mit einer kulinarischen Spezialität aus dem Freistaat. Dabei haben die Autorinnen und Autoren keineswegs nur den Kloß oder die berühmte Thüringer Rostbratwurst ins Visier genommen. Auch Ausgefallenes wie Senfpralinen oder ein Ziegenkäse-Hors-d‘oeuvre stehen auf der Speisekarte.
Und dass in Thüringen gerne Süßes genossen wird, zeigen die ausgewählten Kuchenspezialitäten. Bekannte Thüringer wie der Satiriker Matthias Biskupek oder Ulf Annel haben für diese Anthologie zur Feder gegriffen und zeigen Thüringen einmal von seiner kulinarisch-kriminellen Seite.

Inhalt
Matthias Biskupek: Der Duft der Detscher (Saalfelder Detscher)
Nessa Altura: Die Guten und die Starken (Thüringer Rostbratwurst)
Birgit Bonk: Rosentot (Frikassee mit Klößchen)
Stefani Hübner-Raddatz: Der Adler von Oberhof (Thüringer Mutzbraten)
Martina Fiess: Auf der Jagd nach Goethes Geheimrezept (Weimarer Zwiebelkuchen)
Evelyn Holzbrecher: Schwein auf Abwegen (Tonnsche Schüsselsülz)
Ulrich Völkel: Das Mordsdessert (Grappa-Senf-Praline)
Britt Reißmann: Rosarote Apfelträume (Rosa Apfelbowle)
Monika Buttler: Scherben bringen Glück (Rahmstreuselkuchen)
Ruth Borcherding-Witzke: Grand Ouvert mit Bube (Eingelegter Ziegenkäse)
Silvija Hinzmann: Die Zeiten sind schlecht (Eisenacher Kachelwurst)
Bernhard Ludwig: Sommerschlachten (Rippenbraten mit Schwarzbiersauce)
Ethel Scheffler: Kaltes Lager (Fuschenkraut)
Christine Bose: Samstagabend (Eichsfelder Schmandkuchen)
Lilo U. Heimann: Warte nur, balde … (Diebichen)
Ilse Burkert-Sauer: Die Leich im Himmelsteich (Karpfen auf Thüringer Art)
Claudia Puhlfürst: Thüringer Schlachtfest (Thüringer Schlachtfestsuppe)
Beate Baum: Der Geschmack der Erinnerung (Thüringer Rostbrätl)
Ulf Annel: Der kleine, dicke Mann und Heidis Klöße (Thüringer Klöße)

Leseprobe
Anfang Oktober. Vollmond. Die Temperaturen lagen knapp unter dem Gefrierpunkt. Ein Hund bellte kurz auf. Dann senkte sich wieder Stille über den kleinen thüringischen Ort unweit von Gotha. Irgendwann morgens ertönte ein markerschütternder Schrei.
Dieser hatte mich wohl geweckt. Bis dahin hatte ich friedlich und traumlos geschlafen. Zutiefst beunruhigt, hielt es mich nicht länger im Bett. In dem Moment begann das Telefon zu läuten.
Cousine Barbaras Schlachtefest stand bevor. Es war der Tierarzt, der mich im Morgengrauen anrief und bat, als nächste Verwandte so schnell wie möglich zu kommen. Ehe ich nachfragen konnte, hatte er aufgelegt. Nicht, dass er das Schwein notschlachten musste? Ich hatte mich so auf die Schlachteplatte und besonders auf die Tonnsche Schüsselsülz gefreut!
Was war geschehen?
Minuten später war ich unterwegs zu Barbaras Hof in Tonna.
Als ich ankam, riegelten rot-weiße Absperrbänder das Gehöft ab. Mitarbeiter der Spurensicherung machten sich, in weiße Overalls gehüllt, auf dem Hof zu schaffen. Erschrocken blieb ich einen Moment im Auto sitzen. Dann fasste ich mir ein Herz und stieg aus. Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst.
Irgendwie gelang es mir, hinter die Absperrung zu gelangen. Als Nächstes wünschte ich mir, ich hätte es bleiben lassen.
„Kein schöner Anblick, Frau Stern. Nicht wahr!“ Ein alter Bekannter, der Polizeiarzt Marten Luther, war neben mich getreten. Statt seiner blutigen Hand reichte er mir seinen Ellenbogen zur Begrüßung. „So etwas hat man nicht alle Tage!“
Ich konnte meinen Blick nicht von dem reißen, was da anstelle des Schlachtschweins mit durchschnittener Kehle ausgeweidet am Haken hing.
aus Evelyn Holzbrecher: „Schwein auf Abwegen“

 
Bitte mit Schuss E-Mail

Momo Evers (Hg.)
Bitte mit Schuss
Kulinarische Kurzkrimis aus Berlin

264 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-426-3

Zwischen Dönerbuden, Currywurst und Berliner Weiße lösen kleine und große Helden Berlins kleine und große Verbrechen – und geben dabei einen Einblick in die kulinarischen Spezialitäten der Hauptstadt.

Inhalt
Momo Evers: Willkommen in Berlin! (Beamtenstippe)
Mark Wachholz: Käthe kocht Klopse (Königsberger Klopse mit Kapernsauce)
Stefan Haffner: Thanks to Frank (Döner)
Barbara Brecht-Hadraschek: Jahrestag (Eisbein mit Sauerkraut)
Anja Feldhorst: Kevins Eier (Süßsaure verlorene Eier)
Jan Söfjer: Dunkel glänzt Berlin (Rote Grütze)
Petra A. Bauer: Paula, P. I. (Kartoffelsalat)
Astrid Mosler: Stille des Herzens (Kasseler mit Sauerkraut und Kartoffelbrei)
Britt Reißmann: Ein stilvolles Weihnachtsessen (Berliner Gänsebraten mit Rotkohl)
Heide John: Der Teufel im See (Buletten)
Ruth Borcherding-Witzke: Geschäft ist Geschäft (Berliner Currywurst)
Nessa Altura: Berliner Weiße (Berliner-Weiße-Mousse)

Leseprobe
Er war jetzt schweißnass und wischte sich mit einer Stoffserviette immer wieder die Stirn trocken. Silje lächelte und begann, die Suppe auszulöffeln. Dabei beobachtete sie genau, was Hans tat. Der wurde zusehends nervöser und klopfte ungeduldig mit dem Pass auf den Tisch. Gequält grinste er, da er immer wieder von einem heftigen Husten geschüttelt wurde. »Was …?!«, keuchte er. Dann hielt er inne und sah Silje verwundert an. Sie nickte, nestelte in der Tasche ihres blauen Sommerkleides nach einem Stück Papier, zog es heraus, faltete es auseinander und reichte es ihm. Es war ein Zeitungsausschnitt aus dem Berliner Kurier.
»Was soll das?«, blaffte er, während der Schweiß ihm nun in Strömen die Stirn herabrann.
Sie zeigte wortlos auf eine Meldung, und schließlich nahm er seinen Blick von ihr und las leise vor: »Dieses Mehl wurde der Firma zu Zwecken der Seuchenbekämpfung zur Verfügung gestellt und ist hochgradig giftig.«
Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als er langsam verstand, während sein Blick über die übrig gebliebenen Schrippen und die Pilzsuppe wanderte. Dann begann er krampfartig zu zittern.
Silje nahm ohne etwas zu sagen den Pass aus seinen kraftlos gewordenen Händen und legte ihn in die Schatulle zurück. Dann nahm sie den Zeitungsausschnitt und las weiter: »Vor Ankauf und Verarbeitung wird dringend gewarnt, da der Verdacht besteht, dass die gestohlene Ware auf dem Schwarzmarkt auftauchen wird. Der Genuss führt unmittelbar zum Tod.«
Sie blickte ihn, der nun zuckend und stumm am Boden lag, ein letztes Mal an und verließ dann das Zimmer.
aus Barbara Brecht-Hadraschek: "Jahrestag"


 
Mördorrisch legger! E-Mail

 

Ruth Borcherding-Witzke/Silvija Hinzmann (Hg.)
Mördorrisch legger!
Kulinarische Kurzkrimis aus Sachsen

272 Seiten, Br.
Preis: 9,90 €
ISBN 978-3-89812-354-9

Sozusagen flächendeckend, von der Oberlausitz über Leipzig, Dresden, Chemnitz bis ins Vogtland und natürlich auch ins Erzgebirge hinein, treiben 19 Autorinnen in spannenden Kurztexten ihr kriminelles Unwesen. Auch die Speisekarte kann sich sehen lassen: Vom raffinierten sächsischen Liebesmahl über den deftigen Wildschweinbraten bis zur beliebten sächsischen Kartoffelsuppe ist alles dabei, was den Gaumen erfreut. Natürlich darf auch das Süße nicht fehlen. Was wäre die sächsische Küche ohne Quarkkeulchen oder Eierschecke? Kulinarische Sachsenkrimis mit regionalen Rezepten, das erreicht sowohl den heimatlichen Leser als auch den Besucher. Und als Geschenkbuch geeignet präsentiert diese Krimisammlung Sachsen als pfiffig kriminell und kulinarisch köstlich.

Die Herausgeberinen und Autorinnen
Die Herausgeberinnen Ruth Borcherding-Witzke und Silvija Hinzmann haben in ihrer Anthologie 19 Autorinnen versammelt, neben den fünf Einheimischen auch so bekannte Autorinnen, wie Glauserpreisträgerin Nessa Altura oder Monika Buttler und die in Dresden geborene Lilo Heimann.

Inhalt
Ruth Borcherding-Witzke: Sachsen, deine Leserinnen … (Arme Ritter/Reiche Ritter)
Heidi Rehn: Ellas Rückkehr (Wildschweinbraten mit Holunder)
Stefani Hübner-Raddatz: Rache ist Blutwurst (Tote Oma)
Nessa Altura: Annaberger Amnesie (Ardäppeln mit Quark)
Lilo Heimann: Ein Mahl ohne Liebe (Sächsisches Liebesmahl)
Maren Schwarz: Schwammezeit (Vogtländische Schwammespalken)
Martina Fiess: Küche, Keulchen, Karabiner (Quarkkeulchen )
Karin Schober: Das Hauptgericht der Woche (Oberlausitzer Schichtkohl)
Ingrid Hansen: Nach traditioneller Art (Weihnachtlicher Stollen)
Juliane Göttinger: Der letzte Zug (Sächsische Warmbiersuppe)
Ingrid Schmitz: Man nehme … ein Nudelholz (Leipziger Lerchen)
Beate Baum: Eher säuerlich (Dresdner Eierschecke)
Britt Reißmann: Der Kuchenräuber von Radebeul (Tante Ännes Bäbe)
Monika Buttler: Die Messaliance (Presseler Fuhrmannspfanne)
Ilse Burkert-Sauer: Aus der Traum (Meißner Weinschaumcreme)
Ina Coelen: Probieren geht über Studieren (Sächsische Kartoffelsuppe)
Claudia Puhlfürst: Kochende Eifersucht (Wigglkließ, Hosnbroden un Schwamme)
Ethel Scheffer: Schwein sein lohnt sich nicht (Warmes Eckchen von der Lauersau)
Silvija Hinzman: Leipzig liest (Leipziger Allerlei)

 
Lerchen und Löwen E-Mail

Stefan Haffner
Lerchen und Löwen
Ein historischer Leipzig-Krimi
gelesen von Jörg-Uwe Schröder

7 CDs im Pappschuber
ca. 486 Spielminuten
Preis: 24,90 €
ISBN 978-3-89812-498-0


Leipzig 1842. Als der Bauer Max Wiegand an einem Wintermorgen eine übel zugerichtete Leiche auf seinem Acker findet, flucht er aus vollem Hals – und ist entsetzt und glücklich zugleich, denn seine Reaktion ist die eines ganz normalen Mannes in einer ganz normalen Zeit auf einen Gott verdammt noch mal gar nicht normalen Anblick. Stefan Haffners Krimi beleuchtet mit viel Liebe zum Detail Leipzig nach der Völkerschlacht, taucht ein in die Abgründe und Hoffnungen jener Menschen, deren Kindheit vom Tod geprägt war und die nun an der Schwelle zu einer neuen Zeit stehen. Das Schicksal von Kommissar Martin Held, dem Barbier Gustav, dem stummen Straßenjungen Benjamin, Theodor Fontane oder der Hamburger Hure Lulu wird eins in einem Reigen, dessen Hauptdarsteller das historische Leipzig selbst ist, das vor den Augen des Lesers zu neuem Leben erwacht.

Der Autor
Stefan Haffner, geboren 1962 im Münsterland, lebt und arbeitet nach einigen Lehr- und Wanderjahren zwischen Sevilla und Stockholm seit 1994 in Leipzig. Die Begeisterung für seine Wahlheimat Leipzig findet ihren ersten literarischen Niederschlag in der Reihe der historischen Kriminalromane rund um den Leipziger Kommissar Martin Held.
Mehr Informationen zum Autoren unter: http://www.stefan-haffner.de/.

Der Sprecher
Jörg-Uwe Schröder, geboren 1961, Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. Tätigkeiten als Schauspieler, Rezitator und Hörbuchsprecher. Mitwirkung in Fernsehserien wie „Verbotene Liebe“, „Der Fahnder“ und „Soko“.

Leseprobe
Nur das, was er nun da vor sich liegen sah, passte so gar nicht in seine zufriedene Morgenstimmung. Er war es gewöhnt, auf seinen Feldern Knochen zu finden, Schädel, Skelette, die sich teilweise noch in vermoderten Uniformen oder mit einer Waffe in der Hand hinter dem Pfluge aus der Furche stemmten, nur um dann gleich wieder in sich zusammenzufallen. An einigen Stellen wusste er sogar von Massengräbern, schließlich hatte er selbst sie als Kind mit ausgehoben und geholfen, Pferdekadaver und tote Soldaten hineinzuwälzen, ein Werk, an dem sich alle Bauern beteiligt hatten, Männer, Frauen und Kinder, bloß, dass man wieder Luft bekam nach dem Gestank von hunderttausend Toten. Und ehrlich gesagt hatten die Bauern damals auch so manchen, der noch nicht ganz tot war, tot gemacht, denn sie hassten die Soldateska, die ihnen die ganze Gegend verwüstet hatte in einer einzigen schrecklichen Woche.
Aber diese Leiche am Zaun, der die Raben schon das halbe Gesicht, angefangen mit den Augen, weggefressen hatten, die war ziemlich frisch. Als geübter Hausschlachter sah er, dass das braun geronnene Blut vor mindestens drei Stunden aus diesem Körper geflossen war und der Anblick weckte ein altes Grauen. Es waren Spuren von Menschen und Fuhrwerken hinter der Leiche zu erkennen. Das sah verdammt noch mal genau so aus wie 1813.
Der Mann lag in einer großen geronnenen Pfütze, die von einem Handteller groß aufgerissenen Loch aus seinem Unterbauch hervorgeströmt war und in der er, wie auf eine rot-braune Schärpe hingebettet, auf dem verschneiten Boden lag. Aber etwas war dieses Mal völlig anders.